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Literatur

Aus unbeschwerter Zeit

Geschichten um die Juden in meinem Dorf
von Max Dessauer

Sonstiger Urheber: Gerhard Schult
Vorwort von Carlo Schmid

1962
Verlag Frankfurter Bücher
183 S.
Gebunden, Leinen in Schutzumschlag
ISBN nicht angegeben

 

Max Dessauer ist es zu verdanken, dass von der jüdische Tradition in Sterbfritz neben dem dunkelsten Kapitel auch freundlichere Bilder überliefert sind. In seinem Buch aus unbeschwerter Zeit“ schildert der 1962 Verstorbene Geschichten und Episoden aus einer Zeit, in der Christen und Juden an der Kinzigquelle ein gut nachbarliches, häufiger gar freundschaftliches Miteinander pflegten.

Die Erinnerungen Dessauers vermitteln einen lebendigen Eindruck vom Landjudentum, das in Hessen und speziell im Bergwinkel einen vergleichsweise überdurchschnittlichen Bevölkerungsanteil stellte. Zur Blütezeit 1885 waren in Sterbfritz immerhin 15 Prozent der etwas mehr als 1000 Bewohner jüdischen Glaubens. Der Anfang des 19. Jahrhunderts gebauten Synagoge war sogar eine eigene einklassige Elementarschule angegliedert. Obgleich Juden und Christen auf dem Land im Glauben stark traditionsgeprägt waren, „gab es im Alltag viele Bindungen, die konfessionelle Unterschiede aufhoben“, schrieb Dessauer. Nicht zuletzt auch die Armut, das kärgliche Dorfleben, verband beide Bevölkerungsgruppen. So fanden sich Juden in der Gemeindevertretung, politischen oder geselliger. Vereinsvorständen bis hin zur Feuerwehr. Ein Ort der Geselligkeit war das jüdische Café Schuster, in dem auf einem Grammophon alte Platten liefen und später das erste Radio im Dorf angeschaltet wurde. Juden und Christen spielten hier Karten. sonntags wurde getanzt.

Hanjürg der Letzte

Die Lebens-Geschichte eines kleinen Mannes
von Johann Georg Schwarz

1970/71
Verlag: Druckerei Probst, Höchst/Odenwald
104 S.
Gebunden
ISBN nicht angegeben

Der 1900 in Sterbfritz geborene Johann Georg Schwarz beschreibt in seinen Lebenserinnerungen in anschaulicher Weise seine Kindheit auf dem Lande sowie seine Erlebnisse während zweier Weltkriege und in seiner zweiten Heimat in Neustadt im Odenwald.

Ein liebevoll geschriebener Rückblick auf die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts.

Von Sterbfritz nach Las Vegas

Von Henry D. Schuster

Sonstiger Urheber: Anne Chavez
Übersetzt von Daniel Villanueva

2011
CoCon-Verlag
213 S., m. 115 Abb.
Gebunden
ISBN 978-3-937774-83-1

Inhalt

Der heute (2011) 85-jährige Henry Schuster beschreibt in seinem Buch, wie aus dem am 18. März 1926 in der Schlüchterner Straße 24 in Sterbfritz geborenen Heinz der amerikanische Staatsbürger Henry wurde.
Die Familie Schuster gehörte zu den angesehensten der Gemeinde. Der Vater betrieb ein gut eingeführtes Textilgeschäft mit angeschlossenem Versandhandel, die Mutter hielt als umsichtige Hausfrau die Familie zusammen. Sie lebten in Eintracht mit ihren christlichen Nachbarn. Doch 1933 war eine glückliche Kindheit zu Ende. Heinz wurde die Zielscheibe von Verachtung, Spott und roher Gewalt, gerade auch in der Schule. Er konnte mit einem Transport jüdischer Kinder und Jugendlicher in die USA in Sicherheit gebracht werden. Seine Mutter und seine Schwester Margot wurden umgebracht, die andere Schwester überlebt das KZ Bergen-Belsen.

Beiträge zur Geschichte jüdischer Sterbfritzer

von Thomas Müller und Monica Kingreen

1998
Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Bergwinkel e.V.

Basierend auf einem Buch vom Max Dessauer (1893-1962) haben sich Monica Kingreen und Thomas Müller auf die jüdischen Spuren in Sterbfritz begeben. Ihre Forschungsarbeit ist vom Heimat- und Geschichtsverein Bergwinkel in der Broschüre „Beiträge zur Geschichte jüdischer Sterbfritzer“ dokumentiert.

Auf 100 Seiten zeichnet der am Grimmelshausen-Gymnasium beschäftigte Referendar Thomas Müller (34) den Lebensweg Max Dessauers nach, der Kindheit und Jugend in Sterbfritz verbrachte, im ersten Weltkrieg schwer am Arm verwundet wurde, während der Weimarer Republik als Kaufmann in Fulda und Offenbach arbeitete und 1936 vor den Nazis nach Frankreich floh.

Dort gelang es ihm nicht nur, mit Frau und Tochter unterzutauchen, sondern über Kontakte zu Widerstandsgruppen auch vielen verfolgten Juden zu helfen.

Mitte der 50iger Jahre war Dessauer maßgeblich am Aufbau eines Altenwohnheims bei Paris für Überlebende des Völkermordes beteiligt. Dabei knüpfte er Kontakte zu namhaften deutschen Politikern, darunter Carlo Schmidt, der ihn drei Jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1961 mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnete.

Das Schicksal des kleinen treuherzigen, im gesamten Kreis Schlüchtern bekannten Hausierers Lazarus Hecht zeichnet die Nidderauer Geschichtsforscherin und Autorin Monica Kingreen noch einmal gesondert nach. Sie bezeichnet Hecht, der sich mit einem kleinen Bauchladen mehr schlecht als recht über Wasser hielt als „prägnante und typische Gestalt des hessisch-jüdischen Landlebens“. Gebückt zog er über die Dörfer, verkaufte Nähnadeln und Fliegenfänger und wurde vor allem als Nachrichtenübermittler geschätzt.

Die Nazis verboten ihm sein Gewerbe und bald darauf den Kontakt mit jeglichen Bauern. Fast ein Jahr musste er mit dem Judenstern durch Sterbfritz gehen, ehe er am 30. Mai 1942 über Schlüchtern nach Theresienstadt und drei Wochen später nach Treblinka verschleppt wurde. Am 29. September 1942, unmittelbar nach seiner Ankunft, wurde der liebenswürdige Hausierer, 67 Jahre alt, vergast. Lazarus Hecht ist einer von 58 Namen in einer gesonderten Auflistung Monika Kingreens. Darin skizziert sie das Leben aller bekannten Juden aus Sterbfritz, die im Rassenwahn ermordet wurden.

Niedergeschriebene Lebenserinnerungen:

Nie wieder Krieg!

Erinnerungen an die letzten Kriegsjahre 
von Elfriede Sauer, geb. Strott
aufgewachsen in Sterbfritz

 

 

Sterbfritzer Mitteldorfgeschichten

von Ingrid Kremer

Unvergessene Kinderjahre

Ingrid Kremer erzählt wie sie mit kindlicher Unbekümmertheit das Kriegsende und die Nachkriegszeit in ihrem Heimatort erlebte.

Nie wieder Krieg!
Elfriede Sauer Die letzten Kriegsjahre.[...]
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